Studium: BA Prozessgestaltung am HyperWerk
Jahr: 2026
Diese Bachelorarbeit untersucht, unter welchen Bedingungen kollektives Erinnern zur widerständigen Praxis für alternative Zukünfte werden kann.
Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Erinnerungen beim Erinnern neu konstruiert und sozial gerahmt werden. Erprobt wurde dies in einer zweiwöchigen Residency mit zwölf Teilnehmenden: Gemeinsam erinnerten sie ihre Grossmütter und entwickelten daraus neue Handlungsmöglichkeiten.
Vier Monate später zeigen vier Rückmeldungen konkrete Verschiebungen in Beziehungen, Wahrnehmung, verkörpertem Wissen und Trauerarbeit. Es sind keine grossen Zukunftsalternativen, sondern kleine Handlungen, die zuvor ferner lagen.
Das Thema Grossmütter dient dabei als Testmaterial für eine Methode, die überall dort anwendbar ist, wo Menschen gemeinsam erinnern und entscheiden, was sie weiterführen oder loslassen wollen.