Willem Conrad

Stockmann 38

Studium: Bachelor Mode-Design
Jahr: 2020
Mentor*innen: Prof. Priska Morger

E: willemconrad@hotmail.de

Ich erinnere mich an einen Nebel, der morgens über dem Feld hing, durchstreift von

den Lichtern ankommender Fahrzeuge. Ich erinnere mich daran, wie Bodenschichten lang¬sam

mit einem Bagger abgetragen wurden, wie dabei Befunde als Erdverfärbungen zum Vorschein

kamen. Ich erinnere mich an Bodenprofile in denen sich Sedimente abzeichneten und die mich

beinahe überragten, wenn ich in der Grube stand. Ich erinnere mich daran, wie sorgfältig

Funde aus dem Grund mit Pinseln herausgearbeitet wurden, wie ich Strecken vermessen

durfte und mich dreckig machte bei dem Versuch in den großen aufgeschütteten Hügeln aus

feuchter Erde etwas zu finden. Ich versuche ein Zeuge meiner Erinnerung an diese Zeit der

Verbundenheit und Einbet¬tung zu sein. Ein Zeuge des Zerschneidens und Aufbrechens dichter

und verschlossener Masse.

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I remember the fog hanging over the field in the morning, streaked by the lights of approaching cars.

I remember how ground layers got slowly ablated with a digger, how archaeological features started appearing

as discolorations of the dirt. I remember cut profiles where sediment layers became apparent and which

almost towered me when I was standing in the pit. I remember how carefully archaeological finds were carved

with brushes out of the soil, how I was allowed to measure distances and how I was making me filthy trying to

find something in the large piles of wet dirt. I try to be a witness of this memory of the time of closeness and

embeddedness. A witness of the cutting and breaking of dense and impassable matter.