Julia Gloor

Unter Druck

Studium: Bachelor Visuelle Kommunikation
Jahr: 2020
Mentor*innen: Benedikt Jäggi, Annik Troxler, Kambiz Shafei

E: julia.gloor@hotmail.com
W: Instagram: @malmoinmind

Die Rede ist von Walliser Speicherbauten mit ihren Stelzen und den Mäuseplatten, im urchigen Dialekt «Miischplatta» genannt. Mit meiner Bachelor-Arbeit behandle ich das Phänomen der traditionellen Speicherbauten aus dem 18. Jahrhundert, wie man sie auch im kleinen Dorf Bellwald im Obergoms vorfindet. Ich fokussiere mich dabei auf den Luftraum, das Dazwischen. Dort, wo die Bodenkonstruktion des Hauses direkt auf das obere schwere Volumen treffen würde, befänden sich da nicht Stelzen und Steinplatten, welche die beiden Teile räumlich voneinander distanzierten.

Wie kann ich als Gestalterin auf diesen Bereich der Speicherbauten aufmerksam machen oder gar etwas erklären, indem ich es nicht 1:1 darstelle, sondern indem ich das Gegenteil aufzeige? Wo macht es Sinn, präzise beim Ursprünglichen zu bleiben, und wo kann ich mich davon entfernen? Wie viel Abstraktion und Skurrilität kann ich dem Betrachter zumuten, ohne den Bogen zu überspannen? Diese Fragen habe ich mir bei meiner gestalterischen Bachelor-Arbeit gestellt.

Daraus ist eine Bildausstellung entstanden, welche dem Betrachter das Phänomen der Walliser Speicherbauten auf Stelzen näherbringt.