Studium: BA Innenarchitektur und Szenografie
Jahr: 2026
Mentor:innen: Prof. Charlotte Tamschick, Jörg Sellerbeck, Dipl.-Ing. Architekt
Credits: Nora Wüthrich, Kuratorin, Museum für Gestaltung Zürich; Valerie Keusch, Leitung Vermittlung, Schweizer Strohmuseum
Unsere Erinnerungen tragen massgeblich dazu bei, wer wir sind. Doch besonders in vulnerablen Situationen ist die Frage nach der eigenen Identität oft nicht einfach zu beantworten.
Diese Bachelorarbeit macht sich die stark vom Wasser geprägte Identität Basels zunutze, um Menschen aus therapeutischen Umgebungen einen ungezwungenen Raum zur Selbstwahrnehmung zu bieten. Während besonders fliessende Gewässer, wie der Rhein, unseren Blick in die Weite leiten können, lenken Pfützen den Fokus auf ihre unmittelbare Umgebung und damit auch auf ihre Betrachtenden.
So wird das von therapeutischen Institutionen umgebene Friedmattweglein in seiner ursprünglichen Form durch einen Pfützenpfad ergänzt. Dieser verbindet, wie ein blauer Faden, die beiden Parzellen und die drei am Weg verteilten Sitzgelegenheiten miteinander. Durch die Bewegungen der Nutzenden – Pfützenspringen – werden dabei Erinnerungen und Körpergedächtnis angesprochen.
Die drei Sitzgelegenheiten entlang des Weges erheben die Form der Pfützen auf ruhige Weise aus dem Boden empor und schaffen einen Ort des Ankommens. Ihre Sitzflächen greifen mit individuellen Pfützen jeweils unterschiedliche Eigenschaften der Pfützenoberfläche auf – Haptik, Akustik und Visualität. Dadurch werden verschiedene Sinne angesprochen und die Wahrnehmung der eigenen Körperlichkeit unterstützt.
Im Ganzen entsteht so mit «[…]» ein multisensorischer, jedoch subtiler und sanfter Erlebnisraum, der die Selbstwahrnehmung fördert.