Der Studiengang Innenarchitektur und Szenografie vermittelt umfassende Kenntnisse in der Planung und Gestaltung von Innen- und Aussenräumen. Im Mittelpunkt stehen dabei sozial und gesellschaftlich relevante Aufgabenstellungen, wie die Entwicklung zukünftiger Lebens-, Lern- und Arbeitswelten sowie die szenografische Raumpraxis. Die Auseinandersetzung spannt dabei den Bogen von konzeptionellen und theoretischen Ansätzen bis hin zu konkreten Umsetzungsprojekten. Die ausgeprägte Auseinandersetzung mit haptisch-sinnlichen Qualitäten wie Material, Farbe, Licht, Geruch und Klang befähigt die Studierenden dazu, Projekte mit hohen Ansprüchen an Nutzung und Atmosphäre zu entwickeln.
Soziale und ökologische Nachhaltigkeit sind zentraler Bestandteil der Entwurfspraxis, und das Studium orientiert sich an den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Als experimenteller Ort an der Schnittstelle von Produktdesign, Architektur und Landschaftsarchitektur leistet der Studiengang im Zusammenhang mit Raum einen konkreten Beitrag zu drängenden gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit.
«All water has a perfect memory and is forever trying to get back to where it was.»*
Toni Morrison, «The Site of Memory»
Wasser ist mehr als ein Element. Wasser ist ein kollektiver Gedächtnisraum, ein Archiv, das Spuren trägt – von Flussläufen und Veränderungen, von Ankunft und Aufbruch, von Grenzen, die gezogen und wieder verwischt werden. Wasser speichert Geschichten: sedimentiert, verdrängt, weitergetragen.
In Basel ist Wasser allgegenwärtig. Der Rhein durchschneidet die Stadt, verbindet Länder, transportiert Güter, Menschen, Ideen. Er markiert Grenzen und überwindet sie zugleich. Wasser wird hier zum Zeugen des Wandels: ökologisch, sozial, politisch.
Im Rahmen der Bachelor-Thesis wurden räumlich-installative Konzepte entwickelt.
Dabei wurde die Bedeutung von Wasser in Basel und Umgebung als verbindendes, strukturierendes und transformierendes Element aus heutiger Sicht kritisch reflektiert.
Diese räumlichen Interventionen regten zur Auseinandersetzung mit eigenen Erinnerungen, Wahrnehmungen und Erfahrungen im Zusammenhang mit Wasser an. Sowohl physische als auch atmosphärisch-emotionale Qualitäten wurden berücksichtigt, um eine differenzierte sinnliche und konzeptuelle Erfahrung verschiedenster Räume zu ermöglichen.