Lebenswerte Zukünfte sind gestaltbar, und es gibt viele Werkzeuge dafür. Im Bachelor-Studiengang Prozessgestaltung am HyperWerk entwickeln Studierende Methoden und Formate, um gesellschaftlichen Wandel konkret zu erproben.
Unter dem Jahresthema «Widerständige Handarbeit» haben sich die diesjährigen Absolvent:innen in ihren Diplomprojekten mit der Frage auseinandergesetzt, wie wir angesichts autoritärer Tendenzen, sozialer Ungleichheiten und ökologischer Krisen selbst tätig werden können – im Lokalen, im Konkreten, dort, wo wir Verantwortung übernehmen und handeln können.
Handarbeit wird dabei sehr weit verstanden: Sie kann materiell, digital oder sozial sein, sichtbar oder unsichtbar, emotional und sinnlich. Sie braucht Übung. Als widerständige, politische und transformative Praxis zeigt sie sich in sorgfältiger Beziehungsarbeit, kollektiven Prozessen und konkreten Formen gesellschaftlicher Veränderung.
Die Diplomarbeiten beschäftigen sich unter anderem mit kollektivem Erinnern, queerem Crafting, Langsamkeit, transformativer Gerechtigkeit, Stimme, Klang und Körperlichkeit. Sie untersuchen Beziehungen zwischen Menschen, Technologien, Materialien und Räumen und entwickeln daraus eigene Praktiken des Gestaltens.
Überall dort, wo wir anfangen, etwas auszuprobieren, entstehen neue Spielräume.